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So gefährlich ist Ecstasy

Bild Das Glück ist klein, rund und tödlich - Ecstasy ! Immer mehr Experten warnen vor den "Partypillen" der Techno-Jugend. Mysteriöse Erkrankungen, Todesfälle - wie gefährlich sind die verbotenen Muntermacher wirklich?
Das ist Ecstasy: Die synthetischen Pillen (Amphetamin-Derivate) werden illegal in Labors hergestellt. Risiko! Wer Ecstasy schluckt, weiß nie genau, was wirklich drin ist.

So wirkt Ecstasy: Die Pille verändert Wahrnehmungen und Gefühle, kurbelt den Körper an. Nach rund 30 Minuten geht's los: Man wird wacher, freier, erlebt intensiver. Puls, Blutdruck, Temperatur stiegen. Reserven werden mobilisiert. Typische Nebenwirkungen sind Schwitzen, Schwindel, Brechreiz, Kieferkrampf, Mundtrockenheit.

Wer nimmt Ecstasy?: Konsumenten sind meist 14 bis 24 Jahre alt. Rund 4% der Männer und 2,3% der Frauen dieser Altersgruppe greifen zu (der Besitz ist strafbar!) Motive: besseres Musikerlebnis, Glücksgefühle, Spaß. Nur mit Ecstasy halten die Kids den Techno-Marathon durch.

Gefahren für den Körper: Partypille und Tanz-Ekstase heizen auf (mehr als 40°!), der Wasserverlust ist enorm. Totale Austrocknung droht. Warnsignale wie Durst, Hunger, Schmerz sind ausgeschaltet. Mögliche Folgen: Herz- und Kreislaufstörungen bis hin zum (tödlichen) Kollaps. 1996 wurden in Deutschland 20 Todesfälle auf Ecstasy-Konsum zurückgeführt.

Gefahren für die Seele: Ecstasy kann wahre Gefühlslawinen auslösen. Auf Dauer drohen Depressionen. Die Selbstmordgefahr steigt.

Spätfolgen: Bei Tierversuchen wurden bleibende Nervschäden und Gehirnhautveränderungen nachgewiesen - schon bei kleinster Dosis! Es gibt Hinweise auf Leber- und Nierenschäden, Psychosen, Schlafstörungen. Auch Gedächtnisverlust ist aufgetreten.

Wie süchtig macht Ecstasy?: Umstritten ist, daß Ecstasy psychisch (nicht körperlich) abhängig macht. Fünf bis zehn Prozent sind davon betroffen. Der Ausstieg fällt schwer.

Wie erkenne ich, ob mein Kind Ecstasy nimmt?: Typische Anzeichen sind Unruhe und Redeschwall. Als Nachwirkungen treten extreme Erschöpfung, Schlaflosigkeit, Appetitverlust, Nierenschmerzen auf.

Tips für Eltern: Verbote wirken nicht. Wichtiger ist das offene Gespräch. Drogenberater Georg Spilles (Krefeld): "Eltern sollen offen sagen, daß sie Angst vor möglichen Risiken haben. Reagieren sie dagegen wütend, blockieren die Jugendlichen und lehnen Hilfe ab."

Wer berät?: Suchtberatungsstellen klären auf. Dazu gibt es Ecstasy-Hotlines: 040/248000 (Hamburg) und 0180/5224210 (nur Baden-Württemberg!) und Infos im Internet unter http://www.xtcthink.de

(aus Funk-Uhr,22)

David, 16

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