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Hier sollte mal einiges klargestellt werden...!

Irrenanstalt! Seelenknast! Oder doch einfach "nur" Klapse??

Es gibt doch unendlich viele, gängige Vorurteile gegen die Psychiatrie und ihre "Insassen", die denke ich, wohl fast ohne Ausnahme aus den wirklichen "Irrenhaus" - Zeiten stammen.

Aber von diesen Zuständen ist heute wirklich nicht mehr viel zu spüren. Denn bis auf das Fixierbett kann man nicht mehr viel auf unseren Stationen finden, was auf "Verrückte" oder "Irre" hinweisen könnte. Und selbst dieses Bett ist ja "nur" dazu da, um einen selbst und/oder andere bei einem "unkontrollierten (Gefühls-) Ausbruch" (ich nenne es jetzt mal so) zu schützen - zwar auf eine etwas sehr (!) brutale und unmenschliche Weise, aber manchmal (selten!) geht es halt nicht anders.

Aber wenn man mal über das Fixierbett hinwegsieht (was ja nicht schwer ist, da es sich in der Höhe verstellen lässt...grins...) und die ganze Sache mal ganz objektiv betrachtet: was lässt den "Normalos" bei dem Wort "Psychiatrie" die Haare zu Berge stehen??

Bild Diese Frage lässt sich auch noch ganz leicht beantworten: Wenn einem von den Zuständen von vor ein paar Jahrzehnten - schon so lange her... - berichtet wird, also von Zwangsjacken, Gummizellen und Gitterkäfigen, kann in den Köpfen der "gesunden" Menschen (ist nicht jeder auf seine Weise ein bisschen krank?) ja gar kein anderes Bild entstehen.

Und an diesem Punkt sollte endlich mal gründliche Aufklärungs-arbeit geleistet werden!!!

Denn wenn Menschen einen Unfall haben und sich beispielsweise ein Bein brechen, kommen sie ins Krankenhaus und werden dort untersucht. Dann wird ihnen gesagt: "Herr/Frau XY, Sie haben sich das linke Schienbein gebrochen. Wir werden jetzt das und das [...] tun und geben Ihnen die und die [...] Medikamente und wenn Sie sich jetzt einige Wochen schonen wird alles gut verheilen und Sie können wieder ein normales Leben führen." So oder so ähnlich läuft es wohl in den meisten Fällen ab. Und da sagt auch niemand etwas!

Erleidet aber ein Menschen einen "seelischen Unfall", aus welchen Gründen auch immer, so sieht es mit der Heilung weit aus schwieriger aus.

Bild Das fängt ja schon bei der Diagnose an, die zwar in den meisten Fällen nach einiger Zeit mehr oder weniger eindeutig ausfällt, aber trotzdem noch Unklarheiten mit sich bringen kann. Ist die Diagnose gestellt, wird nach den Gründen und Ursachen für diese seelische Krise gesucht und in Gesprächen und anderen

Therapiemöglichkeiten versucht diese aufzuarbeiten.

Und dabei gibt es viele (!) Höhen und Tiefen...

Aber was ich nun eigentlich sagen wollte, ist, dass es KEINEN Grund gibt, als "gesunder Normalo" mit Vorurteilen oder Mitleidsgetue auf Kinder und Jugendliche oder überhaupt auf Menschen zuzugehen, die in der Psychiatrie sind oder waren.

Denn das verletzt!!


Leonie, 14, Psycho-Times, Elmshorn

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