<<   Liebe Betreuer/innen!  |   Ein neuer Tag   >>

Ein Tag in der Klapse

Ein komischer Tag, wie soll man es anders sagen. Nicht jeder kennt das Gefühl schön zu schlafen und dann morgens in der Klapsmühle aufzuwachen. Natürlich beginnt erst mal alles normal. Wir werden von den Betreuern aus dem Bett geschrieen ganz früh morgens gegen 7:00 Uhr.

Nun zu DEM Tag. Als ich endlich zu Ende gedöst habe, gehe ich unter die Dusche, um mich zu duschen. Anschließend gehe ich in mein Zimmer, um mich anzuziehen. Inzwischen ist es schon 7:50 Uhr. Dann sage ich Bescheid, das ich meine Diät essen möchte. Mir ist wie jeden Morgen klar, dass ich zu spät zur Schule komme, also nehme ich mir mein Brötchen, ziehe mir meine Schuhe an und gehe mit meinem Brötchen zur Schule. Als ich vor meiner Klasse von Frau Hupfeld stehe, habe ich mein Brötchen bereits aufgegessen.

Bis 11:45 Uhr langweile ich mich in der Schule, anschließend gehe ich zum Sportunterricht zu Herr Rüter. Nachdem Sport zu Ende ist, gehe ich wieder zur Station. Auf dem Weg reden Benjamin und Christian über PM. Und ich ärgerte mich darüber, dass ich den PM Test eine Woche nach meiner Ankunft gemacht habe, aber immer noch keine Antwort bekommen habe. Als wir auf der Station sind, esse ich erst mal zu Mittag. Danach mache ich mich auf den Weg zu meinem Zimmer wegen der Mittagspause, als wie erwartet (ist ja auch nicht anders möglich) am Betreuer Zimmer vorbeigeht.

Als ich den Herrn Hühneburg sehe, stelle ich ihm die Frage (was ich schon immer wissen wollte) wozu an der Tafel an der wir "Patienten" aufgelistet sind, diese blauen Vierecke da sind. Da sagt mir der Herr Hühneburg, dass diese Vierecke zeigen, dass und wann diejenige Person PM hat. Da sage ich dem Herrn Hühneburg, dass ich gar kein PM habe. Er erwidert, dass er in der Halle anrufen wolle, um nach dieser Sache zu fragen. Nach dem Anruf teilt er mir mit, dass ich heute PM habe. Ohne diese Frage wäre ich nicht zu PM gekommen, obwohl alle sich immer nur über meine ständige Fragerei beschweren.

Gegen 13:10 Uhr mache ich mich auf den Weg zur PM, anschließend ziehen wir uns um. Wir sind fünf Leute, Dennis von der Station 2 und René, Benjamin, Christian und ich von der Station 3. Während des Umziehens haben wir besprochen, was wir machen. Doch Herr Vosten sagt, dass wir an die Kletterwand gehen würde. Die anderen wissen, was uns bevorsteht, doch nicht ich, da ich ja noch nie PM hatte.

Als wir in den Raum hinein kommen, bin ich erstaunt: Der Raum ist picke packe voll. Dort stehen eine Kletterwand, ein Trampolin, Matratzen und ein Seil, mit dem man sich durch den ganzen Raum schwingen kann. Als erstes hüpfe ich etwas auf dem Trampolin herum und danach schwing ich mich mit dem Seil durch den ganzen Raum. Später klettere ich eine Bank hinauf und schwing mich volle Lotte hinunter und schreie noch etwas wie Tarzan. Als letztes spielen wir alle mit Herr Vosten Abwerfen. Es gibt 2 Mannschaften mit je 3 Leuten. Die eine Mannschaft steht oben auf der Kletterwand, die andere verbarrikadiert sich auf dem Trampolin. Wenn einer abgetroffen wird, wechselt er zur anderen Mannschaft. PM hat mir super viel Spaß gemacht.

Anschließend gehen wir zurück auf die Station, wo sich die anderen gelangweilt haben, weil es ja Mittagspause war. Als wir oben sind, gehen wir erst einmal duschen. Als wir mit Duschen fertig sind, geht die Mittagsruhe nur noch eine Viertelstunde. Später nach der Kaffeemahlzeit habe ich ganz normal bei der Gruppenbeschäftigung mitgemacht. Das war wieder langweilig. Aber Abends sind wir mit Frau Bernsen auf dem Luftkissen. Um 20:45 Uhr müssen wir wie immer ins Zimmer.

Ein guter Tag eigentlich, jedenfalls so gut, wie ein Tag in der Klapsmühle sein kann.

Kilian P., 14, Normahl, Hamm

zum Haupteingang von www.klapse.de