<<   Wieder nach "draußen"... und dann???  |   Internat Marienau - Soll ich oder nicht?   >>

Drogenkonsum bis zum Wahnsinn

Nach zwei Jahren KJP gibt's jetzt ein Happy End

Grüß' euch, mein Name ist Mirko (19) und ich bin seit etwas mehr als zwei Jahren in der Psychiatrie.

Der Hauptgrund für meine Erkrankung, war mein großer Drogenkonsum. Ich navigierte mich durch die Drogen in eine Situation, aus der ich mich ohne Hilfe nicht mehr befreien konnte.

Angefangen zu konsumieren habe ich auf einer Klassenfahrt. Es war wohl vor allem Neugierde und ein bisschen Gruppenzwang.

Als ich 14 war, hatte ich schon alles ausprobiert. Ich trank Alkohol und rebellierte.

Erst zelebrierte ich den Rausch noch wie andere Familienfeste feiern. Ich lud Freunde ein und knüpfte neue Beziehungen, die aber auf dem gemeinsamen Konsum basierten, was zu einem Problem werden sollte. Denn als ich eingeliefert wurde und aufhören musste, gingen auch alle Kontakte zu diesen "Freunden" verloren.

Ich denke inzwischen, das war auch besser so, da es sich bei diesen Freundschaften mehr um "Nutzbeziehungen" handelte als um wahre Freundschaften.

Durch das Haschrauchen entwickelte ich Psychosen.

Ich hatte Vorstellungen, die mich plagten und die mich unaufhörlich beschäftigten. Eine war der Glaube, Energien in sich zu leiten. Da das auch anders herum gehen konnte, war ich nur noch damit beschäftigt "meine Energie bei mir zu halten", was sich immer mit einem Pochen bemerkbar machte. Als ich auf "Psylozibin" (Pilze ) und Pep (Amphitamine) umstieg, blieb ich auf den Halluzinationen "hängen". Das bedeutet, dass ich sie nicht mehr los wurde.

Meine Phantasien verstärkten sich dermaßen, dass ich nicht mehr fähig war, normal zu leben.

Ich wurde verwirrt und sah in normalen Äußerungen von anderen immer irgendeinen bösartigen Hintergedanken, fühlte mich verfolgt und beobachtet, sah Dinge, die nicht real waren und wurde schnell aggressiv.

Deshalb griff mich dann die Polizei auf. Dies war das Beste, was mir passieren konnte.

Ich kam in die Kinder und Jugendpsychiatrie und wurde dort clean.

Inzwischen habe ich nur noch ambulante Therapie und besuche noch bis zum Sommer die Schule dort. Mein Fachoberschulabschluss mit Qualifikation ist so gut wie sicher.

Ich kann jedem nur von Drogen abraten, da es demjenigen vielleicht so wie mir ergehen könnte.

Mirko, 19, KLAPSE, Düsseldorf

zum Haupteingang von www.klapse.de