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Therapie bei Zwängen

Josephina, 12 Jahre, berichtet, wie sie sich während ihres Aufenthaltes in der Kindertagesklinik mit ihren Zwängen auseinander gesetzt hat

Bild Ich habe schon in der Klapse 23 einen Artikel über meinen endlich besiegten Waschzwang geschrieben.
Und wie ich ihn besiegen konnte, schildere ich in dieser Ausgabe der Klapse.
Frau B., meine Familientherapeutin, therapierte mich folgendermaßen: Zuerst sprachen wir über alles, über meine Macken, meine Angewohnheiten und über meine Probleme. Frau B. ging mit mir Schritt für Schritt vor und traf mit mir Vereinbarungen.
Durch die ganzen Gespräche dachte ich immer öfter, warum ich eigentlich nicht damit aufhöre, weil es mir sowieso nichts bringt.
Nach ungefähr 6 Wochen Gesprächen ließ ich den Waschzwang einfach Waschzwang sein und hörte auf mit dem Theater!
Für mich war der größte Anreiz zurück zu meinen Freunden zu wollen und über alles sprechen.
Im vorherigen Bericht erzählte ich, dass meine Mutter mich nicht berühren durfte. Also vereinbarten wir, dass ich vor dem Schlafen gehen meiner Mutter einen Kuss geben sollte und danach nicht die Hände waschen durfte.
Oder dass meine Mutter mich oder meine Wäsche anpacken durfte, ohne dass ich danach sofort die Klamotten waschen musste. Meine Mutter überprüfte dann, ob ich meine Klamotten in die Wäsche warf.
Bild So machte ich jede Woche Fortschritte und inzwischen weiß ich, dass ich Probleme mit meiner Mutter, die in meinem Alter ja ganz normal sind, auch anders lösen kann. Hoffentlich bleibt das auch so.

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