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Durch Ritzen machte ich auf meine Probleme aufmerksam

Jessica, 14 kommt mit ihrer Mutter nicht klar

Bild Ich bin hier, weil meine Mutter mich beim Ritzen erwischte (eigentlich sah sie nur die Schnitte). Daraufhin durchsuchte sie mit meinem Vater mein Zimmer - sie hatte ihn extra angerufen!
Ich saß nur da und heulte, weil meine Mutter meine Poster abriss - es waren über 60 - mein Tagebuch fand und las.
Irgendwann waren sie bei meinem Bett und fanden zwei Abschiedsbriefe, die ich geschrieben hatte, weil ich sauer war.
Ich schrieb, dass ich nicht mehr leben wolle, weil sie mich voll fertig macht und so.
Na ja - das hat sie dann ganz schön geschockt!

An meinen jetzigen Freund schrieb ich auch einen. Irgendwann entdeckten sie auch das Buch "Satanshimmel - Rituale der schwarzen Magie".
Das war zu viel für sie. Sie brachten mich hierher. Ich war furchtbar sauer auf meine Eltern! Ohne ihr Unverständnis wäre es doch gar nicht so weit mit mir gekommen!
Ich hoffe allerdings, dass ich es hier schaffe, mich von meinem Ritzdruck zu befreien.

Literatur zum Thema Selbstverletzung

Und für diejenigen, die sich noch ein bisschen mehr über dieses ungewöhnliche Thema infor-mieren wollen, stellen wir hier ein paar der aktuelleren Werke vor

Levenkron, Steven:
Der Schmerz sitzt tiefer.

Selbstverletzung verstehen und überwinden,
Kösel- Verlag, 2001.
Anhand anschaulicher Fallbeispiele skizziert der amerikanische Psychotherapeut Steven Levenkron das immer häufiger zu beobachtende Phänomen der Selbstverletzung.

Rohrmann, Ulrich u. Elbing, Ulrich:
Selbstverletzendes Verhalten.

Überlegungen, Fragen und Antworten,
Verlag Modernes Leben, 2002
Die Autoren dieses Buches haben ein Arbeitsbuch verfasst für diejenigen, die bereit sind, das Verhalten des selbstverletzenden Menschen und das seiner Kommunikationspartner im jeweiligen Umfeld zu analysieren.

Sachsse, Ulrich:
Selbstverletzendes Verhalten,
2001

Meist sind es junge Mädchen und Frauen, die sich offensichtlich selbst verletzen (Ritzen und Schneiden der Haut, Verbrennen durch Zigaretten und Feuerzeuge, Verbrühungen u.ä.).

Kuitert, Harry M:
Darf ich mir das Leben nehmen?,
Gütersloher Verlag - Haus Hohn, 1990

Dies ist kein Buch für Experten, sondern enthält eine humane Lebensphilosophie, entwickelt an einen Fall, der uns alle betreffen kann. An die Stelle des moralischen Tabus und der vorgefertigten Urteile tritt das Abwägen der Motive. Weder Rechtfertigung noch Verurteilung der Selbsttötung, sondern das rechte Verständnis, das zur rechtzeitigen Hilfe führt.

Schwartz- Salant:
Die Borderline-Persönlichkeit.

Vom Leben im Zwischenreich!,
Walter- Verlag, 1991
Erstmals eine umfassende Abhandlung zur Borderline - Störung von einem Analytischen Psychologen in deutscher Sprache: eine Darstellung des Krankheitsbildes und dessen Therapie unter Berücksichtigung der Gedanken C. G. Jungs. Mit vielen einfühlsam und verständlich geschriebenen Fallbeispielen.

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