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RITZEN - SELBSTMORDGEDANKEN - WAHNVORSTELLUNGEN

Jenny, 15, erzählt, warum sie sich immer wieder selbst verletzt

Bild Alles fing vor circa zwei Jahren an. Ich hatte mal wieder Stress mit meinem Stiefvater, ging in mein Zimmer und ritzte das erste Mal.
Im Oktober 2001 hielt ich es zu Hause nicht mehr aus. Ich kam zu meinem Vater. Auch dort ritzte ich immer und immer wieder. Durch meinen Ex-Freund, den ich in dieser Zeit hatte, habe ich mich sehr zum Negativen verändert. Und so ging der Stress bei meinem Vater weiter. Er schmiss mich raus und ich landete im Heim. Seitdem habe ich Selbstmordgedanken. Ich ritzte immer öfter, auch an den Pulsadern.
Doch irgendwas will nicht, dass ich gehe.
So stand ich am Fenster, an der Brücke ... doch ich hatte nicht die Kraft dazu. Jetzt lebe ich in einer WG und fühle mich immer schlechter.

Ich schlucke Tabletten, will nicht mehr, doch ich muss, auch wenn ich keine Kraft mehr habe.
Meine Wahnvorstellungen fingen an, als ich noch klein war. Ich fühle mich verfolgt. Ich sehe Schatten, habe Angst vor Türen, denke es kommt jemand, der mir was will. Ich hoffe, alle Dinge hören irgendwann mal auf.
Mittlerweile habe ich wieder ein bisschen Kraft, doch ob ich es schaffe???
Seitdem ich hier bin, muss ich zu Untersuchungen, Therapien und reden, reden, reden. Es hilft zwar auf einer Seite etwas, doch so richtig weg davon ... bin ich nicht!!!

Hier in der Klapse geht es mir mal sehr sehr schlecht und dann mal wieder nicht so schlecht. Gut ist, dass mich die anderen Jugendlichen verstehen und dass ich mich mit meinen Problemen nicht mehr so alleine fühle.

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