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Hans im Glück, Teil 2

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Hans: Hallo Mutter!
Mutter: Hallo Sohn, schön dich zu sehen nach all den Jahren!
Hans: Es ist auch schön dich zu sehen Mutter.
Mutter : Was hast du denn in der ganzen Zeit gemacht?
Hans: Na ja, ich habe 7 Jahre gearbeitet und dann warf mich mein Chef raus, weil es keine Arbeit mehr gab. Du weißt, Harz 4. Trotzdem gab er mir 500.000 € als Abfindung.
Damit bin ich zum Makler gegangen und habe mir ein Haus gekauft.
Eine Nachbarin, die neben mir gewohnt hatte, zeigte mir ihr Wohnmobil. Da haben wir getauscht. Jedoch als ich einkaufen fahren wollte fand ich keine Parklücke, die groß genug war. Da fuhr ein Smart an mir vorbei und ich fragte den Fahrer, ob wir nicht tauschen könnten und er war damit einverstanden.
Später stand ich im Stau und ein Einradfahrer fuhr mit seinem Einrad an mir vorbei und ich wollte dies unbedingt haben und so tauschten wir. Aber da merkte ich, dass ich überhaupt kein Einrad fahren kann.
Ein Wanderer, der an mir vorbeiging hatte einen Wanderstock, den ich dann haben wollte und so fragte ich ihn, ob wir nicht tauschen könnten und er meinte ja. Nachdem ich eine Weile mit dem Wanderstock gewandert bin, ging er mir kaputt. Daraufhin warf ich ihn in den Fluss.
(Mutter bekommt während der Erzählungen ihres Sohnes fast einen Nervenzusammenbruch.)
Mutter: Wie kann man nur so doof sein? Du hattest so viel Geld und jetzt hast du gar nichts mehr.
Hans: Aber ich bin doch glücklich.
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Mutter: Man kann doch nicht mit nichts glücklich sein! Ich hätte so viel mit dem Geld anfangen können. Aber egal lass mich nur machen. Und du bleibst hier und wartest auf mich.
Hans: Okay.
Mutter: Oh je, was hab ich nur für ein Sohn?
(Mutter geht raus und sucht den Wanderstock)
Mutter: Ach da ist ja der Stock. Er ist zwar ein bisschen kurz, aber vielleicht kann man noch etwas damit anfangen. (Dumdidumdidum singt vor sich hin. Sie sieht einen Wanderer mit einem Einrad)
Mutter: Hallo. Kann ich ihnen helfen?
Wanderer: Ja, ich flicke dieses Rad schon zum 100ersten mal, aber es will nicht halten.
Mutter: Na, wie gut, dass ich einen Wanderstock habe, den braucht man nicht zu flicken.
Wanderer: Aber das ist ja mein Stock! Wo haben Sie den denn her?
Mutter: Den habe ich gefunden.
Wanderer: Ach so. Es ist nur so, dass ich ihn gerne wieder hätte.
Mutter: Wenn das so ist, können wir ja wieder tauschen.
Wanderer: O.K. Das machen wir.
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Mutter: So, jetzt habe ich das Einrad, aber ich kann ja auch nicht damit fahren. Aber mehr wert, als dieser Stock ist es auf jeden Fall.
(Etwas später)
Mutter: Da ist ja der Smartfahrer und er hat eine Panne. Mal gucken, ob ich ihm helfen kann.
Hallo, kann ich ihnen helfen?
Einradfahrer: Ja, danke der Motor spinnt mal wieder.
Mutter: Wie gut, dass ich ein Einrad habe, das hat keinen Motor, der kaputtgehen kann.
Einradfahrer: Aber das ist doch mein Einrad. Hätte ich es bloß nicht gegen diese Karre hier getauscht!
Mutter: Wollen wir denn jetzt tauschen? Ich würde das für Sie tun, wenn Sie es gerne möchten.
Einradfahrer: Danke.
Mutter: So, nun habe ich endlich den Smart, jetzt muss ich nur das Wohnmobil finden...
(Murmelt herum)
Ah, da hinten ist es ja. Mal sehen, was sich machen lässt.
Hallo, Sie haben aber ein tolles Wohnmobil.
Wohnmobilfahrer: Ja schon, aber es ist schwierig mit solch einem Wohnmobil einen Parkplatz zu finden.
Außerdem ist es eigentlich zu groß für mich. So viel Urlaub habe ich gar nicht, dass ich es richtig ausnutzen könnte.
Mutter: Ja, das kann ich mir gut vorstellen. Wie gut, dass ich nur einen kleinen Smart habe. Der passt wirklich optimal zu mir.
Wohnmobilfahrer: Ja, bevor ich dieses Wohnmobil getauscht hatte, hatte ich genau so einen Smart.
Mutter: Aha. Hätten Sie denn Interesse, ihr Wohnmobil gegen meinen Smart zu tauschen? Dann hätten sie auch keine Probleme mehr, einen vernünftigen Parkplatz zu finden.
Wohnmobilfahrer: Das wäre super, von mir aus können wir tauschen.
Mutter: O.K. Hier bitte.
Wohnmobilfahrer: Danke. Auf Wiedersehen.
Mutter: Tschüs.
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Das ging ja leicht. Jetzt fehlt mir nur noch das Haus. Dort werde ich sofort hinfahren.
(Mutter fährt ein Weile herum, während Nachbarin mit sich selbst spricht.)
Nachbarin: Oh Gott, was ist das für eine Bruchbude. Die Fenster schließen nicht, die Heizung ist kaputt und überall schimmelt es.
Mutter: Da ist es ja.
(Mutter klingelt)
Nachbarin: Ja, hallo. Wer sind Sie denn?
Mutter: Ich bin die Mutter von Hans. Sie haben mit ihm dieses Haus gegen ihr Wohnmobil getauscht.
Nachbarin: Ja, stimmt.
Mutter: Wie lässt es sich denn hier so leben?
Nachbarin: Ach, total klasse. Das Haus ist in einem Top -Zustand, hier gibt es nichts zu bemängeln. Ich fühle mich absolut wohl hier. Nur in Urlaub kann ich ja leider nun nicht mehr fahren, das vermisse ich schon. Wenn man so ein Haus hat, kann man ja auch nicht einfach so wegfahren, weil man ja auf das Haus aufpassen muss, damit auch nichts passiert.
Mutter: Da haben sie Recht. Wenn sie möchten können wir ja tauschen.
Nachbarin: Das wäre super.
Mutter: O.K. Danke, tschüs.
Nachbarin: Tschüs.
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Mutter: Oh Mann, was ist denn das für eine Bruchbude, die Fenster sind kaputt, überall Schimmel an den Wänden und es schaut hier aus, als wenn jemand eingebrochen hätte! Ich werde sofort zum Makler gehen, der meinen Sohn so über den Tisch gezogen hat, das ist ja unmöglich!
(Die Mutter geht zum Makle rund klopft an)
Makler: Herein. Schönen guten Tag, wie kann ich ihnen helfen?
Mutter: Sie haben meinem Sohn diese Bruchbude für 500.000€ verkauft.
Makler: Ja, und?
Mutter: Sie wissen schon, dass dort überall Schimmel an den Wänden ist, die Fenster kaputt sind und es einfach furchtbar dort ist?
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Makler: Ach, stellen Sie sich nicht so an, das ist doch gar nicht wahr.
Mutter: Und ob! Kriege ich nun mein Geld wieder, ja oder nein?
Makler: Nein, kriegen sie nicht!
Mutter: Dann habe ich wohl keine andere Wahl, als sie anzuklagen!
Makler: Machen sie doch!
Mutter: Mache ich auch, schönen Tag noch! Ich werde sofort meinen Rechtsanwalt beauftragen.
(Mutter geht zur Tür)
Makler: Ist ja gut, bleiben Sie stehen! Hier ist ihr Geld...
Mutter: Geht doch. Warum nicht gleich so?! Danke und auf Wiedersehen.
Makler: Schönen Tag noch.
Mutter: Nun habe ich ja so ziemlich alles außer der Arbeitsstelle für Hans. Mal gucken, ob ich Chef dazu bringen werde, meinen Sohn wieder bei sich einzustellen.
(Mutter geht zum Firmenbesitzer, klopft an)
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Firmenbesitzer: Ja, Hallo.
Mutter: Hallo.
Firmenbesitzer: Was führt sie denn hierher?
Mutter: Sie haben meinen Sohn hier entlassen und ich möchte wissen, warum!
Firmenbesitzer: Ganz einfach. Ich habe Ihren Sohn damals entlassen müssen, weil das Geschäft nicht gut lief. Die Auftragslage war sehr schlecht, aber jetzt haben wir wieder einen Aufschwung und ich suche händeringend Mitarbeiter. Wenn ihr Sohn noch Interesse hat und hier wieder anfangen möchte, kann er dies morgen sofort wieder tun.
Mutter: O.K. Muss er denn irgendwas mitbringen?
Firmenbesitzer: Er müsste nur seine Papiere mitbringen.
Mutter: O.K. Ich werde es ihm ausrichten. Ich danke Ihnen, schönen Tag noch.
Firmenbesitzer: Gleichfalls, tschüs.
Mutter (zu sich selbst) : Das ging ja vielleicht leicht.
(Murmelt herum und geht nach Hause)
Mutter: Hallo Hans, ich bin wieder zurück.
Hans: Hallo, Mutter.
Mutter: Ich habe eine Überraschung für dich.
Hans: Was denn?
Mutter: Ich habe alles wieder getauscht bekommen und ab morgen kannst du wieder bei deiner alten Arbeit anfangen, du müsstest nur deine Papiere mitbringen und pünktlich sein.
(Hans freut sich)
Hans: Danke Mama, das hast du toll gemacht:
Mutter: Die 500.000 € habe ich auch wieder, der Blödmann von Makler war so froh, dass ich ihn nicht angezeigt habe, so dass er von dem Geld gar nicht mehr gesprochen hat Hier hast du es wieder.
Hans: Ich brauche das Geld nicht, ich bin auch so glücklich. Du kannst es haben wenn du willst.
Mutter:Wow, danke. Ich bin anders als du, ich brauche Geld, um glücklich zu sein. So hat jeder, das was er will. Prima!
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Und wenn Hans nicht gefeuert wurde, dann arbeitet er noch heute dort.
Aufgeschrieben von Lisa(14) und Melanie (15)
Den zweiten Teil unseres Theaterstücks haben wir mit den Toren zum Glück dekoriert, die in unserer Projektwoche am EVK entstanden sind. Wie für Hans und seine Mutter ganz unterschiedliche Wege zum Glück führen, so zeigen auch unsere Tore ganz persönliche Glücksvisionen.
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Meinung eines "Schauspielers":

Mein Name ist Sencer. Also mir hat das "Hans im Glück" spielen Spaß gemacht. Dass ich der Hans war und dass ich schöne Wörter sagen konnte und dass ich 500.000 Euro bekommen habe, das war toll. Ich war froh, dass ich eine Rolle bekommen habe.
Sencer, 8 Jahre


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