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"Es brennt mir unter den Fingernägeln"

Timo, 15


Im Kloster Langwaden im 14. Jahrhundert erfanden die Mönche das Sprichwort "Es brennt mir unter den Fingernägeln". Darauf sind die Mönche allein deshalb gekommen, weil sie in den Klöstern kein elektrisches Licht hatten.
Sie beteten im Kloster mindestens ein Mal am Tag. Das war Pflicht, doch sie beteten in der Kirche, in der es dunkel war. Deshalb hatten sie ganz viele Kerzen.
Jeder der Mönche, der beten wollte, nahm sich eine Kerze, machte sie unten am Ende etwas weicher, so dass sie auf dem Daumennagel haftete. Mit der Kerze auf dem Nagel konnten sie nun die schwere Bibel mit beiden Händen festhalten, ohne zusätzlich noch eine Kerze in der Hand halten zu müssen. Somit hatten sie wenigstens beim Lesen eine kleine Lichtquelle.
Während die Mönche in der Bibel lasen und die Kerze auf dem Nagel geklebt hatten, brannte die Kerze immer weiter und schneller herunter.
Nach einer Zeit, als die Kerzen schon ein ganzes Stück runter gebrannt waren, und die Flamme dem Nagel immer näher kam, wurde der Nagel der Mönche immer wärmer und es tat auch weh.
Sie mussten sich mit dem Lesen beeilen, denn wenn die Kerze so weit runter brannte, dass der Docht der Kerze schon den Nagel berührte, war es sehr schmerzhaft. Deshalb lasen die Mönche so schnell sie konnten, um so wenig Schmerzen wie möglich zu erleiden.
Wenn sie also mit der Kerze auf dem Nagel in der Bibel lasen, mussten sich die Mönche beeilen, damit ihnen der Fingernagel nicht zu schmerzen begann.

So sind die Mönche auf das Sprichwort "Es brennt mir unter den Fingernägeln" gekommen.
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