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Interview mit Frau Gather!

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Wie alt sind Sie?
Über 40 schon.
Wie war Ihre schulische Laufbahn?
Ich war erst in der Grundschule-klar-, dann in der Realschule und dann ab Klasse 11 war ich auf einem Gymnasium. Die
Oberstufe habe ich im Internat verbracht.
Haben Sie eine Familie mit Kindern?
Ich lebe mit meiner Tochter in Düsseldorf Bilk. Der Vater meiner Tochter lebt um die Ecke.
Was machen Sie in Ihrer Freizeit?
Ich lese viel, gehe gerne ins Kino und treibe Sport.
Waren Ihre Zeugnisse eher gut oder schlecht?
Mal besser, mal schlechter.
Warum haben Sie gerade Kunst studiert?
Ich wollte Künstlerin werden. Und habe Kunst an der Kunstakademie in Düsseldorf studiert. Das war schön aufregend. Über das Berufsleben als Künstlerin habe ich mir nicht so viele Gedanken gemacht.
Kunst zu studieren war eine Herausforderung. In der Schule war ich gut in sozialen Fächern, im Sport und in Kunst auch.

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Was macht Ihnen an Kunst so Spaß?
Es geht in der Kunst darum, etwas ganz Eigenes zu entwickeln. Eine eigene Bildsprache, die andere auch verstehen können. Das ist nicht einfach, aber spannend.
War das Interesse für Kunst schon immer vorhanden?
Auf jeden Fall!
Haben Sie irgendwelche Vorbilder?
Ja. Früher, in der Jugend natürlich Picasso und Klee, dann J.Beuys usw. Es ist schön, einen Künstler zu entdecken und sich mit ihm intensiv zu beschäftigen, durch Ausstellungen und Kataloge oder am Besten, indem man ihn selbst kennen lernt.
Wann haben Sie mit Ihrem jetzigen Beruf angefangen?
Als meine Tochter klein war, habe ich festgestellt, dass es zu schwierig ist, Geld zu verdienen und Kunst zu machen und mich um das Kind zu kümmern. Da habe ich mich entschlossen noch eine Ausbildung zur Ergotherapeutin zu machen. Es war ein guter Entschluss.
Haben Sie Spaß an Ihrer Arbeit?
Ich finde beide Berufe super: Ergotherapie, weil ich viel über Menschen gelernt habe und mit Menschen zu arbeiten ist immer interessant.
Und Kunst machen können, ist auch klasse. Dass ich im Atelier mein eigener Chef bin, ist großartig.
Wissen sie jetzt schon, wann sie aufhören wollen?
Erst mal nicht.
Wie kam es dazu, dass Sie mit uns dieses Projekt gestartet haben? Ist das alles freiwillig?
2002 habe ich das Projekt "KünstlerInnen in Schulen" mit dem Kulturamt der Stadt Düsseldorf ausgedacht. Die Stadt wollte den Schulen etwas anbieten, was es in dieser Form vorher nicht gab. Mittlerweile ist es sehr verbreitet, dass Künstler in Schule mit den Schülern arbeiten.
Ich habe schon öfter an Schulen Projekte durchgeführt. Die Idee für die Alfred-Adler-Schule kam mir, weil ich mich für Psychiatrie interessiere.
Frau Hinne-Fischer habe ich dann den Projektvorschlag gemacht und sie war sofort begeistert.
Was inspiriert Sie bei dem Beruf?
Ich hoffe, ich kann andere inspirieren.
Gibt Ihnen Kunst irgendetwas (z.B. Halt)?
Ja, ich habe immer etwas zu tun. Selbst im Urlaub gehe ich in Museen und sehe Kirchen an, mache Fotos usw. Außerdem habe ich viele interessante Menschen kennengelernt, über das Studium, die Ausstellungen und die Projekte.
Machen Sie die Projekte nur an Schulen?
Nein. Ich habe auch für Akki (Aktion Kinder und Kultur) gearbeitet. Und mit den Bewohnern der Graf Recke Stiftung, mit denen ich regelmäßig arbeite, habe ich auch schon Mal-aktionen durchgeführt.
Wie lange machen Sie das schon und wo waren sie überall?
Vor ca. 17 Jahren habe ich das Studium in Düsseldorf beendet.
In London und Paris hatte ich studiert und ein Jahr auf einem Schloss am Niederrhein gewohnt. Seitdem ich Mutter bin, habe ich nicht einmal den Stadtteil gewechselt.
Würden Sie das Fach "Kunst" weiterempfehlen? Oder hätten Sie lieber im nachhinein etwas anderes studiert?
Um Kunst zu machen, muss man starke Nerven haben und es ist besser, finanziell gut abgesichert zu sein. Es gibt viele schöne und spannende Berufe. Jetzt habe ich zwei Berufe und kann die Vorteile schätzen. Aber das war ein langer Weg.

Vielen Dank für dieses Interview!


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