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Rasende Reporter in Hamburg

Theresa, 16

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Jedes Jahr veranstaltet der SPIEGEL einen Wettbewerb für Schülerzeitungen im deutschsprachigen Raum, um dem Nachwuchs unter die Arme zu greifen, wobei das Marketing nicht zu kurz kommt. Die "KLAPSE" gehört nach zehn Jahren schon zu den obligatorischen Gewinnern. Im Rahmen des Jubiläums zum zehnjährigen Bestehens des Preisausschreibens lud die renommierte Wochenzeitschrift nach Hamburg. Der SPIEGEL bezahlte zwei Übernachtungen für je zwei Vertreter der überzeugendsten Zeitungen, die deutsche Schulen zu bieten haben.

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So begann unsere Reise am Düsseldorfer Hauptbahnhof, wo Simon und ich (EVK) uns Montagmittag einfanden. Wir hatten das Glück von unseren Lehrerinnen Frau Ewerhart und Frau Kappert begleitet zu werden. Simon und ich hatten zu der Zeit schon die Tagesklinik hinter uns gelassen und waren "ins Leben" zurückgekehrt. Trotz unseres Altersunterschieds waren wir alle immer für Späße zu haben und entwickelten schon während der Fahrt Teamgeist. Nachdem wir in Hamburg angekommen und in unserem Hotel Quartier bezogen hatten, trafen die Spiegel-Journalisten erstmals auf den Nachwuchs. Die Nervosität kannte keine Grenzen als alle Beteiligten mit einem Namensschild versehen wurden und in der Cafeteria des SPIEGEL die köstliche Bio-Abendmahlzeit mitdazugehöriger Bio-Limonade einnehmen durften. Über den Schauplatz muss gesagt werden, dass es sich bei der Kantine um einen wunderbar ausgefallen designten Raum im 70er-Jahre Stil handelt.
Während der Busfahrt zur "Roxie-Bar" bestand erste Gelegenheit, sich untereinander zu beschnuppern und die Lage zu peilen. Wir verbrachten unseren ersten Abend ausgelassen, wobei sich der SPIEGEL bezüglich der Getränke sehr spendabel zeigte. Jede Zeitung konnte sich auf ihre Weise profilieren; besonders beeindruckten die Jungs von Sophies Unterwelt, die das Blatt nach seinem Verbot durch den Häuptling (Schuldirektor) unter Einsatz eines Megafons aus einem Dixieklo heraus verkauften. Aber auch Name und Herkunft unserer Zeitung erregten Aufsehen.
Nach einer kurzen Nacht, in der kaum Zeit für die Verarbeitung der zahlreichen Eindrücke blieb, stürzten wir uns am nächsten Morgen wieder ins Getümmel. Wir Schüler hatten die Möglichkeit an Workshops in der Redaktion des SPIEGEL teilzunehmen.

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Frau Kappert und ich hatten das Thema "Titelblatt" gewählt und nach einer geschlagenen Stunde Verspätung des höchsten Layoutdesigners fanden wir uns in seinem Büro in der obersten Etage des Wolkenkratzers wieder. Der Mann beeindruckte zunächst wegen seines Profils, überzeugte aber durch Fachwissen und Insiderinformationen aus Branche und Unternehmen. Es war faszinierend an der Quelle des bekanntesten deutschen Nachrichtenmagazins zu sein und Einblicke in die Arbeit der Journalisten zu nehmen, die Meister ihres Fachs sind. Sie waren sich ihres Einflusses durchaus bewusst und genossen unsere Bewunderung.
Auch ein offizieller Fototermin stand an dem Tag auf dem Programm. Am frühen Nachmittag nutzten wir die Freizeit, um die Hansestadt zu besichtigen.
Nachdem wir uns für die offizielle Preisverleihung herausgeputzt hatten, begann diese im Festzelt.
Die Arbeit jedes Einzelnen wurde gebührend mit einer Auszeichnung belohnt.
Die "KLAPSE" räumte den Sonderpreis ab. Als rasende Reporter und Menschen, die den Anstecker mit der Aufschrift "KLAPSE" mit Stolz trugen, fühlten wir uns besonders geehrt. Der Preis war mit 250 Euro prämiert, der freudig von unseren Verantwortlichen begrüßt wurde. Die Stimmung war fabelhaft, da jegliche Spannung von uns Schülern abgefallen war. Daran änderte auch die etwas fragwürdige Podiumsdiskussion nichts.

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Im Folgenden wurde das Büffet eröffnet und mit dem Auftritt einer Lifeband stieg die Feierlaune bei Jung und Alt. Während sich die offiziellen Gäste bald verzogen, tanzten und feierten wir noch bis in die frühen Morgenstunden und in der netten Gesellschaft fühlte ich mich richtig wohl.

Besonders Frau Ewerhart erwies sich als spritzig und sorgte für Stimmung.
Als wir schließlich todmüde im Hotel ankamen, gesellten wir uns noch zu den Kollegen der Onlineschülerzeitungen, die die jüngsten Ereignisse sogleich mittels mitgebrachter Notebooks ins Netz stellten.
Dank des schönen Frühstücksbüffets waren wir am nächsten Morgen mehr oder weniger wach (Simon verschlief ungerührt), jedoch überaus munter. In der verbleibenden Zeit hatten wir sogar noch die Möglichkeit zu einer Hafenrundfahrt in einer waschechten Barkasse, die netterweise auf Kosten der Lehrkräfte ging (ich hatte mich leicht mit den Finanzen verkalkuliert). So lernten wir das Urgestein Hamburgs kennen: den Hafen und die Speicherstadt.
Viel zu schnell waren die drei Tage vergangen und schon bald liefen wir wieder in Düsseldorf ein, wo wir uns bis auf Weiteres verabschieden mussten.

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Für mich stellen diese Tage eine einzigartige Erfahrung dar. Dank des SPIEGELs konnte ich meinen Horizont ungemein erweitern und es haben sich mir neue Perspektiven eröffnet. Innerhalb kurzer Zeit habe ich sehr viele sympathische Menschen kennengelernt und viel Spaß mit ihnen gehabt. Besonders die Redaktion der "KLAPSE" ist mir ans Herz gewachsen und ich bin glücklich, dabei gewesen sein zu können. Dass ich Hamburg noch nicht kannte, bedeutet einen weiteren Reiz. Mir hat die Stadt unheimlich gut gefallen und ich verbinde mit ihr ein wunderbares Erlebnis!

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